Die Kulturfabrik Fürstenwalde präsentiert:

 

 

KEIMZEIT AKUSTIK QUINTETT - „Albertine“

„Albertine, du bist so jung und doch so unfassbar von gestern“

(aus dem Song „Albertine“)

Mademoiselle Albertine est partie! Mademoiselle Albertine ist fort! Die Suche nach der Geliebten wird für Marcel, Erzähler und Hauptfigur des Romans, zur Passion und zum Protokoll seines Seelenlebens. Einblicke in die tiefere Gefühlswelt gewährt auch das zweite Studio-Album des Keimzeit Akustik Quintetts. Der Tonträger trägt daher nicht ohne Grund den Namen der verschwundenen weiblichen Romanfigur „Albertine“, einer Figur, die wie ein Mysterium für das Gestern und Heute zugleich steht. „Es war für mich unglaublich spannend zu erkennen, dass viele Gedanken, Gefühlswelten und Ereignisse aus dem Prousts Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, der Anfang des 20. Jahrhunderts erschien, heute noch genauso aktuell sind wie damals“, erklärt Sänger und Hauptschreiber Norbert Leisegang. „Das hat mich inspiriert den Song „Albertine“ zu schreiben. Am Ende zieht sich diese Erkenntnis wie ein Leitmotiv durch das ganze Album.“

Das Keimzeit Akustik Quintett macht ernst. Erst nur als Seitenprojekt zufällig durch einen Auftritt bei einem Polterabend gegründet, ist nun mit „Albertine“ ein Album entstanden, das vieles, was die Songs von Keimzeit und Norbert Leisegang seit je her auszeichnet, konzentriert überträgt. Die Musik des Keimzeit Akustik Quintetts ist dabei, wie der Name schon vermuten lässt, akustisch geprägt. Die festen Mitglieder der Band sind Norbert Leisegang (Gitarre und Gesang), Gabriele Kienast (Geige, Gesang), Norberts Bruder Hartmut Leisegang am Bass, Christian Schwechheimer (Schlagzeug, Percussion, Gesang) sowie Multi-Instrumentalist Martin Weigel (Gitarre, Banjo, Piano und Gesang). Ein Großteil der Band spielt mittlerweile schon seit 2010 zusammen. Der Sound ist in der Klangwelt der 60er und 70er verwurzelt. Alles ist handgemacht und auf dialektische Art modern-anachronistisch. „Unser Sound darf gefällig sein, muss er aber nicht. Wir machen Popmusik ohne uns zu verbiegen“, erläutert Leisegang sein musikalisches Credo.

Aufgenommen wurde das Album auf Malta in den weltweit bekannten Temple Studios. Als Produzent fungierte Jürgen Block. Herausgekommen sind Musikperlen wie das bewusst zeitlose „Albertine“ mit seiner eingängigen Melodik. In die Rubrik „weniger gefällig aber dafür umso spannender“ fällt der im Sprechgesang gesetzte A-Capella Song „Überall ist immer jemand“. Die Idee zu dem Lied entsprang dem Roman „Agnes“ von Peter Stamm. Das Buch erzählt aus der personalen Perspektive des Erzählers die Liebesgeschichte zwischen dem Ich-Erzähler und Agnes, einer jüngeren Physikstudentin. Der Song übernimmt dabei in wenigen lyrischen Mantras die Gedankenwelt des Ichs: „Wie ein Kristall mit tausend Kanten. So ist mein Kopf nie ohne Gedanken“.

 

 

 

 

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